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CalDigit TS4 oder UGREEN Revodok Max 213: Welches Thunderbolt-Dock passt?

Beide Docks hängen mit einem einzigen Kabel am Notebook, laden es dabei auf, treiben zwei Monitore und bringen Netzwerk, Kartenleser und eine Reihe USB-Anschlüsse an den Schreibtisch. Getrennt werden sie an der Zahl der Anschlüsse, an der Ladeleistung und daran, wie hoch die Bildauflösung gehen darf.

Wer die Klasse noch grundsätzlich sortiert, findet die Übersicht bei den Dockingstationen. Hier stehen das CalDigit TS4 und das UGREEN Revodok Max 213 mit ihren Datenblättern nebeneinander.

Die Kurzantwort
Die Entscheidung fällt an der Zahl der Dauergäste am Schreibtisch und an der Auflösung der Monitore.
  • Das CalDigit TS4, wenn viele Geräte dauerhaft am Schreibtisch hängen18 Anschlüsse, davon acht USB mit 10 Gbit pro Sekunde, drei Thunderbolt-4-Ports, drei Audiobuchsen, 98 Watt Ladeleistung und bis zu 8K auf einem Monitor
  • Das UGREEN Revodok Max 213, wenn ein aufgeräumter Zweischirmplatz reicht13 Anschlüsse, zwei Thunderbolt 4, DisplayPort 1.4, 90 Watt für das Notebook und 20 Watt an der Front für das Handy
  • Beide bieten 2,5-Gigabit-Ethernet, Kartenleser mit UHS-II und arbeiten mit Thunderbolt 3, Thunderbolt 4, USB4 und USB-C mit Bildausgabe

Die zwei Kandidaten

CalDigit TS4

18 Anschlüsse, 98 Watt

Die Vollausstattung
CalDigit TS4 Thunderbolt 4 Dock mit 18 AnschlüssenAchtzehn Anschlüsse, darunter drei Thunderbolt 4 mit 40 Gbit pro Sekunde, acht USB mit je 10 Gbit, DisplayPort 1.4, zwei Kartenleser, drei Audiobuchsen, 2,5-Gigabit-Ethernet und ein Kensington-Schloss.

UGREEN Revodok Max 213

13 Anschlüsse, 90 Watt

Der schlanke Arbeitsplatz
UGREEN Revodok Max 213 Thunderbolt 4 Dock mit 90 WattDreizehn Anschlüsse mit zwei Thunderbolt 4, DisplayPort 1.4, vier USB-A, einem USB-C mit 20 Watt an der Front, 2,5-Gigabit-Ethernet und zwei Kartenlesern mit UHS-II.

Die Daten nebeneinander

MerkmalCalDigit TS4UGREEN Revodok Max 213
Anschlüsse gesamt1813
Thunderbolt 43 mit 40 Gbit/s2 mit 40 Gbit/s
USB mit 10 Gbit/s83
USB-A gesamt54
DisplayPort1.4, integriert1.4, integriert
Ein Monitor maximal8K unter Windows, 6K bei 60 Hz unter macOS4K bei 60 Hz
Zwei Monitoreje 4K bei 60 Hz, je 6K bei 60 Hz an M1 Pro und M1 Maxje 4K bei 60 Hz
Ladeleistung an das Notebook98 Watt90 Watt
Leistung an der Frontkeine Angabe20 Watt über USB-C
Netzteil gesamtkeine Angabe180 Watt
Netzwerk2,5 Gigabit2,5 Gigabit
KartenleserSD und microSD, UHS-IISD und microSD, UHS-II mit 312 MB/s
Audiodrei Buchseneine 3,5-mm-Buchse
DiebstahlsicherungSteckplatz vorhandenkeine Angabe
Kabel im Lieferumfang0,8 mkeine Angabe
Maße laut Handelrund 14 x 11 x 4 cmrund 15 x 9 x 5 cm

Werte nach den Herstellerangaben zu beiden Modellen. Die Datenblätter sind unterschiedlich ausführlich: CalDigit nennt für diese Ausführung weder die Gesamtleistung des Netzteils noch die Leistung des vorderen Anschlusses, UGREEN macht keine Angabe zur Kabellänge und zu einer Diebstahlsicherung; diese Zeilen bleiben offen. Dass eine Eigenschaft nicht aufgeführt ist, heißt nicht zwingend, dass sie fehlt. Die Zeilen zu den Monitoren geben die Herstellerangaben wieder und hängen stark vom angeschlossenen Rechner ab; beide Hersteller weisen ausdrücklich darauf hin, dass MacBooks mit den einfachen M-Chips nur einen externen Monitor ansteuern. Ein Gewicht liegt für beide nicht vergleichbar vor und bleibt deshalb außen vor. Die Maße sind gerundete Handelsangaben und taugen zum Größenvergleich, nicht zur Möbelplanung. Die weiter unten gerechneten Werte zu Ladezeit, Bandbreite und Portbedarf beruhen auf diesen Angaben und auf üblichen Annahmen, sie sind Größenordnungen. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.

Was aus den Zahlen folgt

Was acht Watt Unterschied beim Laden bedeuten

Die Rechnung mit dem Leistungsüberschuss

Ein großes Notebook zieht unter Last siebzig bis achtzig Watt. Vom Dock kommen 90 oder 98 Watt, geladen wird nur, was übrig bleibt.

Bei achtzig Watt Verbrauch sind das zehn beziehungsweise achtzehn Watt Überschuss. Ein Akku mit siebzig Wattstunden braucht damit rechnerisch rund sieben Stunden im ersten und knapp vier Stunden im zweiten Fall, um von leer auf voll zu kommen.

Im Leerlauf spielt das keine Rolle, weil dasselbe Notebook dann nur fünfzehn bis zwanzig Watt zieht und in beiden Fällen zügig lädt. Der Unterschied wird erst sichtbar, wenn dauerhaft gerendert, kompiliert oder gespielt wird.

Praktisch heißt das: Für Bürorechner und schlanke Notebooks sind beide Werte reichlich. Wer eine Arbeitsmaschine mit sechzehn Zoll unter Volllast fährt, greift zur höheren Zahl oder lässt das Original-Netzteil daneben liegen.

Warum zwei Monitore die Datenrate drücken

Die Rechnung mit der Bandbreite

Thunderbolt 4 überträgt 40 Gigabit pro Sekunde. Ein Bild in 4K bei sechzig Hertz und dreißig Bit Farbtiefe braucht davon grob zwölf bis dreizehn Gigabit.

Zwei solche Monitore belegen also rund fünfundzwanzig Gigabit, es bleiben etwa fünfzehn für alles andere. Eine externe SSD, die allein zehn Gigabit schaffen würde, teilt sich diesen Rest mit Netzwerk, Kartenleser und Webcam.

Ein Bild in 8K oder in 6K verschiebt das Verhältnis weiter, weshalb solche Angaben immer an bestimmte Rechner und bestimmte Anschlusswege gebunden sind.

Praktisch heißt das: Die Zahl der Anschlüsse sagt nichts darüber, ob alle gleichzeitig mit voller Geschwindigkeit laufen. Wer große Dateien von einer schnellen SSD kopiert, tut das besser, bevor der zweite Monitor angeht.

Wie viele Anschlüsse ein Schreibtisch wirklich braucht

Die Rechnung mit den Dauergästen

Ein üblicher Arbeitsplatz hat Tastatur, Maus, Headset, Webcam und Netzwerkkabel dauerhaft angeschlossen. Das sind vier USB-Anschlüsse plus Ethernet.

Dazu kommen die Gelegenheitsgäste: externe SSD, Speicherkarte aus der Kamera, Drucker, ein Handy zum Laden. Wer zwei Monitore und einen Audioweg mitzählt, ist bei zehn bis zwölf belegten Anschlüssen.

Dreizehn Anschlüsse sind damit rechnerisch ausreichend, achtzehn lassen Luft für ein zweites Eingabegerät, ein Mikrofon oder einen dauerhaft angeschlossenen Massenspeicher. Entscheidend ist zusätzlich die Verteilung auf USB-A und USB-C, denn ältere Peripherie hängt fast immer an USB-A.

Praktisch heißt das: Wer seine Geräte einmal abzählt und dann zwei Anschlüsse dazurechnet, kauft nicht zu klein. Wer aufrüsten will, ohne später ein zweites Dock zu stapeln, nimmt die größere Ausführung.

Für den voll belegten Schreibtisch
CalDigit TS4 Thunderbolt 4 Dock mit 18 AnschlüssenAchtzehn Anschlüsse mit drei Thunderbolt-4-Ports, acht USB mit je 10 Gbit pro Sekunde, DisplayPort 1.4, zwei Kartenlesern mit UHS-II, 2,5-Gigabit-Ethernet und 98 Watt für das Notebook.

Wofür welches Dock reicht

Nach Einsatz entschieden
Zwei Monitore und viel Peripherie
Achtzehn Anschlüsse lassen Reserve für spätere Geräte.
Notebook und ein Monitor am Homeoffice-Platz
Dreizehn Anschlüsse decken den üblichen Schreibtisch ab.
Arbeitsmaschine unter Dauerlast
98 Watt lassen auch beim Rendern noch Ladeüberschuss.
Handy soll am Dock schnell laden
Der vordere USB-C liefert ausgewiesene 20 Watt.
Kopfhörer und Mikrofon getrennt anschließen
Drei Audiobuchsen statt einer kombinierten.
Dock im Großraum absichern
Ein Steckplatz für ein Kabelschloss ist vorhanden.

Wie sich das CalDigit im Einzelnen schlägt, steht im Test des CalDigit TS4. Zur passenden Anzeige führt die Übersicht der Bildschirme für das Homeoffice, und wer die entstehenden Kabel bändigen will, findet Lösungen bei den Kabelboxen für den Schreibtisch.

Wo jedes von beiden gewinnt

Für das CalDigit spricht

  • Achtzehn statt dreizehn Anschlüsse
  • Acht USB-Ports mit je 10 Gbit pro Sekunde
  • Bis 8K auf einem Monitor unter Windows
  • 98 Watt für das Notebook
  • Drei Audiobuchsen und ein Schlossplatz

Für das UGREEN spricht

  • Zwanzig Watt an der Front für Handy oder Ladepad
  • Netzteil mit 180 Watt Gesamtleistung ausgewiesen
  • Kartenleser mit 312 MB pro Sekunde benannt
  • Gleiche 2,5-Gigabit-Netzwerkanbindung
  • Kompakter Aufbau für kleine Schreibtische

Die beiden Docks lösen dieselbe Aufgabe in unterschiedlichem Maßstab. Das CalDigit ist die Zentrale für einen Platz, an dem dauerhaft viel hängt und an dem in zwei Jahren noch mehr hängen soll: mehr schnelle USB-Anschlüsse, ein dritter Thunderbolt-Port zum Weiterreichen, getrennte Audiobuchsen und die höchste Auflösung, die ein Notebook hergibt. Das UGREEN ist auf den typischen Homeoffice-Platz zugeschnitten, an dem zwei Bildschirme, ein Headset und eine Handvoll Geräte reichen, und liefert dabei den bequemeren Ladeanschluss an der Vorderseite. Wer abzählt, was heute am Schreibtisch steckt, und dabei über zehn Geräte kommt, entscheidet damit bereits.

Wenn keines von beiden passt

Drei Wege daneben
Eine Klasse höher
CalDigit TS5 Plus 20-Port Thunderbolt 5 Docking Station– 140W Safe Charging
Wenn der Rechner bereits Thunderbolt 5 sprichtCalDigit TS5 Plus Thunderbolt 5 Dockingstation mit 20 AnschlüssenDie Nachfolgegeneration mit mehr Anschlüssen und deutlich höherer Ladeleistung.
UGREEN Thunderbolt 4 Dock TBT4 Docking Station für TBT4-Laptops
Wenn nur ein Monitor und wenige Geräte anzuschließen sindUGREEN Thunderbolt 4 Dock für TBT4-LaptopsDie kleinere Ausführung derselben Baureihe für schlanke Arbeitsplätze.
Amazon Basics Thunderbolt 4/USB 4 Pro-Dockingstation, 2 x TBT4, 1 x HDMI 2.1, 3 x USB A 3.1, RJ45, Dual-Display, Schwarz, 19,96 x 7,5 x 3,12 cm
Wenn der Monitor per HDMI angeschlossen wirdAmazon Basics Thunderbolt 4 Pro-Dockingstation mit HDMI 2.1Ein Dock mit HDMI-Ausgang, das den Umweg über ein aktives Adapterkabel erspart.

Häufige Fragen zu Dockingstationen

Funktioniert jedes Thunderbolt-Dock an jedem USB-C-Anschluss?

Nein. Der Anschluss am Rechner muss Bildsignale weiterreichen können, also Thunderbolt, USB4 oder USB-C mit DisplayPort Alt Mode beherrschen. Reine Lade- und Datenanschlüsse übertragen kein Bild, und das lässt sich auch mit keinem Adapter nachrüsten. Im Handbuch des Notebooks steht meist ein kleines Blitz- oder DP-Symbol am passenden Anschluss.

Warum erkennt mein MacBook nur einen Monitor?

Die einfachen Apple-Chips ohne Zusatz im Namen steuern nur ein externes Bild an, unabhängig davon, wie viele Ausgänge das Dock hat. Das ist eine Grenze des Rechners, kein Defekt des Docks. Erst die Pro- und Max-Ausführungen erlauben zwei oder mehr Bildschirme.

Brauche ich ein aktives Kabel für HDMI?

Wenn das Dock nur DisplayPort ausgibt und der Monitor nur HDMI hat, ja. Passive Adapter funktionieren in dieser Richtung nicht zuverlässig, weil das Signal umgesetzt und nicht nur umgesteckt werden muss. Auf dem Kabel muss ausdrücklich aktiv stehen, sonst bleibt der Bildschirm dunkel.

Wie lang darf das Kabel zum Notebook sein?

Passive Thunderbolt-Kabel halten die volle Geschwindigkeit bis etwa achtzig Zentimeter, danach beginnt der Bereich der aktiven Kabel. Wer den Rechner weiter weg stellen will, braucht ein aktives Kabel und sollte auf die ausgewiesenen 40 Gigabit achten, denn viele lange Kabel übertragen nur Daten und keinen Strom in voller Höhe.

Bringt 2,5-Gigabit-Ethernet zu Hause etwas?

Für den Internetzugang meist nicht, weil der Anschluss selten schneller ist. Beim Kopieren auf ein Netzlaufwerk schon: Statt rund hundert Megabyte pro Sekunde sind bis zu zweihundertfünfzig möglich, wenn Router und Speicher mitspielen. Ein fünfzig Gigabyte großes Projekt wandert damit in gut drei statt in acht Minuten.

Die Entscheidung in einem Satz

Fazit
8,8/10Die Schreibtischzentrale

CalDigit TS4 Thunderbolt 4 Dock mit 18 Anschlüssen

Wer viele Geräte dauerhaft angeschlossen lässt, fährt mit dem TS4 besser, weil achtzehn Anschlüsse mit acht schnellen USB-Ports, drei Thunderbolt-4-Buchsen, drei getrennten Audiowegen und 98 Watt Ladeleistung auch dann noch Reserve haben, wenn zwei Monitore, eine SSD und ein Headset gleichzeitig hängen. Das UGREEN Revodok Max 213 ist die richtige Wahl für den üblichen Homeoffice-Platz mit zwei Bildschirmen und einer Handvoll Peripherie, zumal es an der Front zwanzig Watt für das Handy bereitstellt und dieselbe 2,5-Gigabit-Netzwerkanbindung mitbringt. Vor beiden steht die Prüfung, ob der eigene Rechner überhaupt zwei externe Bilder ausgeben kann.
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